Zahlen steigend: Bankautomaten-Räuber werden immer dreister
admin am 22. April 2009
Die Bankautomaten-Räuber bedienen sich immer raffinierteren Tricks. Zudem haben sie im vergangenen Jahr deutlich häufiger zugeschlagen als noch im Jahr davor, schreibt die „Hamburger Morgenpost“. 2008 wiesen in der Hansestadt 43 Geräte Manipulationen auf, 2007 waren es erst 32. Einen noch viel deutlicheren Anstieg mussten die angrenzen Bundesländer verzeichnen: In Schleswig-Holstein schnellte die Zahl von neun auf 28, in Niedersachsen von 27 auf 76 in die Höhe.
Die neuste ausgeklügelte Methode der Gauner funktioniert so: Über den Geldausgabeschlitz des Automaten kleben die Täter eine täuschend echt aussehende Blende. Für Laien nicht erkennbar, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt. Der Kunde bemerkt nichts, es gibt auch keine Anzeichen : Er tippt ganz normal seine Geheimnummer ein, wählt den Geldbetrag und hört das übliche surrende Geräusch. Nur das Geld kriegt der Kunde nicht in die Hände, obwohl es ausgespuckt wird.
Es bleibt hinter der Blende hängen, inszeniert durch eine ausgefeilte Mechanik. Sobald der Kunde den Automaten verlassen hat, tauchen die Gauner auf und stecken den Betrag ein. Darum haben die Kunden die nötige Vorsicht walten zu lassen, sollte das Geld nicht wunschgemäß überliefert werden: Die Kriminalpolizei empfiehlt eindringlich, den Ort nicht zu verlassen, sondern vor dem Automaten stehen zu bleiben. Dabei soll per Handy die Polizei informiert werden. Nur so könne vermieden werden, dass das Geld in die Hände der Gauner gerät, schreibt die „Mopo“.
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