Deutsche horten Bargeld

admin am 24. Juni 2009

Nicht erst seit Beginn der Finanzkrise vertrauen Deutsche lieber auf den Bargeldbestand zu Hause. Inzwischen halten gut 20 bis 25 Prozent der Anleger ihr Geldvermögen in Bargeld oder Girokonten. Sonst waren es nur rund 10 Prozent.

Der Vorteil ist, dass man sofort Zugriff auf die Reserven hat und das Geld real vorhanden ist. Der Nachteil hingegen sind ausfallende Verzinsung und die Gefahr, dass bei einem Einbruch das zu Haus lagernde Bargeld gestohlen wird.

Allerdings halten die Deutschen generell mehr Bargeld als andere Nationen. Hierzulande besteht immer noch kein großes Vertrauen in bargeldlose Zahlung. Seitdem der Euro eingeführt wurde stieg der Banknotenumlauf in Deutschland von 73 Milliarden Euro auf 328 Milliarden. Davon wird nur ein Zehntel der Summe für den täglichen Bedarf genutzt. Ein Viertel ist in ausländischem Besitz da der Euro in Osteuropa inzwischen als Zweitwährung gilt. Bleibt immer noch mehr als die Hälfte übrig. Dieses Geld wird in bar in Deutschland gehortet.

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