Sparkasse und Direktbanken uneinig
admin am 13. Juli 2009
Seit mehreren Monaten streiten die Sparkassen vor Gericht mit den Direktbanken um die Nutzungsrechte an den Geldautomaten der Sparkasse. In verschiedenen Verfahren der gleichen Bankengruppe geht es um die Kündigung mit Gültigkeit zum 31. Mai 2009 der Sparkasse gegenüber VISA, die seither den Zugriff für VISA-Karten-Inhaber gesperrt hält. Der Streit der ING-Diba zusammen mit der Citibank und der VW-Bank ist der erste gegen die Sparkasse Ingolstadt, der vor dem Landgericht München behandelt wurde.
Kartellamt interessiert
Doch auch das Kartellamt verfolgt den Streit mit Interesse, unter Umständen wird das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof ausgetragen, der nach Ansicht des Richters für das Verfahren zuständig sei. In dem Verfahren treten die beiden bestehenden Geldautomatenverbünde gegeneinander an, das Kartellamt möchte hier prüfen, inwiefern der Markt innerhalb der Verbünde organisiert ist und wie die Chancen für den Beitritt neuer Mitglieder reguliert ist.
VISA-Barabhebungen nicht möglich
Mit 26 000 Geldautomaten steht die Sparkasse an vorderster Stelle mit der Verfügbarkeit von Bargeld für seine Kunden. Die ING-Diba hält lediglich 1 200 und ist damit in ihrer Wirtschaftlichkeit auf die Abhebungen an anderen Instituten angewiesen. An den insgesamt 51 000 Geräten in ganz Deutschland herrscht somit auch bis zur Entscheidung noch Unklarheit bezüglich der Berechtigung der Bankkunden, die Barabhebung mit der VISA-Karte ist zumindest bis auf weiteres an der VW-Bank, der Santander Bank, der DKB, der ING-Diba, der CC-Bank, der Comdirekt und der Allbank nicht möglich.
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Eine schnelle Lösung für den Kunden ist die Wahl einer Direktbank mit MasterCard. Diese Kreditkartenmarke ist nämlich nicht von den Sperrungen betroffen.
Die netbank führt beispielsweise die MasterCard.