Direktbanken besinnen sich auf ihre Stärken
admin am 30. Dezember 2010
Nur, wem man vertraut, in dessen Hände gibt man das eigene Geld. Deswegen wählen die meisten Menschen ihre Bank mit Umsicht. Und sie schätzen den persönlichen Kontakt zu ihrem Bankberater, der auf ihre individuellen Wünsche reagieren kann. Deswegen glaubten wohl einige nicht so recht an die Idee, die im Jahr 2003 den deutschen Finanzmarkt bereicherte: Die erste Direktbank warb um ihre Kunden.
Und der Bedarf nach einer Bank, die alles über das Internet, das Telefon oder auf dem Postweg abwickelt, war unter den Kunden tatsächlich da. Das Konzept setzte sich durch und in den folgenden Jahren vertrauten immer mehr Menschen ihr Geld einer Direktbank an. Gegen die Meinung aller Skeptiker konnte der Service einer solchen Bank, der ja ausschließlich per E-Mail, Telefon oder über den Briefweg in Anspruch zu nehmen war, überzeugen. Mittlerweile hat fast jeder ein Konto bei einer Direktbank, oft als Zusatz zum Girokonto bei einer Filialbank. Nicht wenige Kunden aber vertrauen heute ausschließlich auf den Service einer dieser ‘virtuellen’ und damit oft günstigeren Banken ohne eigenes Filialnetz.
Kostengünstigere Abwicklung bei den Direktbanken
Als sich eine Sättigung des Marktes abzeichnete, setzten einige der Direktbanken doch wieder auf das, von dem sie sich abgewendet hatten: Auf den direkten Kontakt zum Kunden. Die ComDirect Bank zum Beispiel eröffnete wieder Filialen. Mittlerweile jedoch haben sich die meisten Direktbanken wie eben auch die ComDirect Bank auf ihre Stärken besonnen und diese wieder geschlossen. Als ausschließlich virtuelle Banken können sie wesentlich billiger agieren. Stattdessen versuchen Direktbanken wie zum Beispiel die ING-Diba, ihre Angebote attraktiver zu gestalten. Und diese als eines der führenden Institute in diesem Bereich, blickt sehr optimistisch ins Jahr 2011.
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